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3.


Die Atmosphäre des Clubs entsprach Lenas Vorstellungen.

Mattes Licht, von an der Decke befestigten Lüstern, bahnte sich mühselig seinen Weg nach unten. Das sporadische Aufflackern von im Raum verteilter Kerzen, konnte die Dunkelheit trotz aller Bemühungen nur für kurze Zeit zum Rückzug zwingen.

Vor Lenas Augen, die sich mittlerweile an das schummrige Licht gewöhnt hatten, formierte sich ein bizarres Bild. Körper, in lange schwarze Gewänder gehüllt bewegten sich wie in Trance durch die Szenerie. Lena fühlte sich in einen schlechten Vampirfilm versetzt.

Langsam und darauf bedacht, neugierige Blicke von sich abzuwenden, setze sie vorsichtig einen Fuß vor den Anderen. Geschickt wie ein Footballspieler, der den Tacklings seiner Gegenspieler beim Angriff ausweicht, schlich sie langsam durch den Club in Richtung Bar.

Wütend darüber, wie Alexandra ihr nur so ein bescheuertes Outfit hatte empfehlen können, bestellte sie sich ein Bier.

Wenigstens ließen ihre schönen langen schwarzen Haare, um die sie schon immer von allen anderen Mädchen beneidet wurde, Lena nicht ganz fehl am Platz erscheinen, wie sie resümierend beim ersten Schluck ihres Bieres zufrieden feststellte.

Die Kühle der Flüssigkeit, die sich langsam den Weg durch Lenas Körper bahnte, ließ ihren Puls etwas zur Ruhe kommen.

Wo blieb Alex nur, ging es ihr bei dem letzen Schluck und dem Bestellen eines neuen Bieres, beiläufig durch den Kopf.

***

Alexandra kannte den Weg zum Club wie ihre eigene Westentasche.

Doch seit der großen Explosion vor 3 Jahren hatte sich plötzlich alles schlagartig verändert. An jeder Ecke, standen Mannschaftswagen der Föderation. Die Soldaten warteten nur darauf wie die Helden aus ihren Actionfilmen los zu sprinten um die Menschen zu retten oder diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die die Ausgangssperre missachteten.

Die Häuser durften nach 11 Uhr nur mit einem gültigen Checkpass der Regierung verlassen werden. Aber die Sperrstunde hatte Alex noch nie davon abgehalten, zu tun was sie wollte. Und außerdem hatte sie Lena seit Tagen nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Ein selbstbewusster Blick auf die Uhr, deren Ziffernblätter bereits 11.10 erreicht hatten, mahnte sie zum Aufbruch. Sie musste los.

Voll geschminkt und perfekt gedresst machte sich Alexandra mit wachsamen Augen auf den Weg zum Club.

 

 

 

 

 

25.5.07 08:23
 


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