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2.


Mit einem Flackern schalten sich die Straßenlampen an. Sie schaut hinauf zum Mond, der jetzt für gewöhnlich viel weniger Beachtung findet.

Sie überlegt, wie lange sie heute abend wohl weg bleiben würde? Sie mochte die Stimmung, wenn man morgens früh, wenn es schon hell wurde, leicht betrunken aus einem Club kam. Ihr würde wohl auch nichts anderes übrig bleiben, immerhin fuhren die Busse erst wieder ab halb 5.

Als sie in die Straße einbiegt sieht sie vor sich eine Gruppe Jugendlicher laufen. Anscheinend wollen sie auch in den Club. Lena läuft möglichst leise, um nicht die Aufmerksamkeit der anderen auf sich zu ziehen.

Mittlerweile kann sie schon die Musik hören, die aus dem Club nach außen dringt. Die Gruppe, die vor ihr gelaufen war, hält an und scheint irgendetwas zu beraten. Sie geht an ihnen vorbei und schaut an dem Gebäude hoch. In dieser Gegend gibt es einige Clubs, aber dieser hier muss es sein. Schwere, blau-violette Buchstaben, die das Wort „Linda“ bilden, deuten darauf hin, dass sie am richtigen Ort ist. Und nicht zuletzt die ohrenbetäubende Gothic-Musik, die Alexandra so liebt.

Der Mann an der Kasse sagt etwas, doch Lena kann ihn kaum verstehen. Sie hasst es, wenn Musik so unnötig laut ist. Schließlich hatte sie nicht vor, wie eine Wahnsinnige Brüllen zu müssen, um ein wenig Small-Talk zu betreiben.

„Wie bitte?“, sagt sie mit einem fragenden Blick. Das Lied im Hintergrund- oder besser gesagt, im Vordergrund, da es sämtliche anderen Geräusche vernichtet- hört gerade auf, als der Mann auf einen kleinen Kasten mit Personalausweisen deutet und meint: „Dein Personalausweis“.

Verdammt. Das hatte ihr gerade noch gefehlt. Daran hatte sie aber auch gar nicht gedacht; in die Clubs, die sie sonst besuchte, war sie immer ohne Probleme hinein gekommen.

Sie kramt den Perso aus ihrem Portemonnaie und legte ihn auf den Tisch. Sie weiß nicht, ob dieser Club hier allgemein ab 18 ist oder ob sie zu einer bestimmten Uhrzeit rausgeschmissen werden würde. Wenn ersteres der Fall war, dann würde Alexandra morgen ordentlich was von ihr zu hören bekommen.

Aber Alexandra hat Glück – halbwegs zumindest. „Bis halb 1“, sagt der Mann. Lena bezahlt und fragt sich, ob sich drei Euro für eine mickrige Stunde lohnen würden – wahrscheinlich nicht.

 

18.5.07 15:55
 


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